Verspielte Möbelhäuser

Verspielte Möbelhäuser

Etliche Ikea-Häuser sollen im Rahmen einer Zusammenarbeit der Möbelkette mit Sony Computer Entertainment Deutschland so genannte GameStations erhalten – Spielbereiche mit PlayStation-2(PS2)-Installationen.

Wie der Unterhaltungskonzern am gestrigen Freitag, dem 16. Juli, mitteilte, hat die „positive Resonanz“ auf das erste gemeinsame Pilotprojekt mit Ikea Braunschweig, das einen etwa 20 Quadratmeter großen „GameStation“-Bereich umfasst und bereits im November 2003 gestartet wurde, zu dem Beschluss der Unternehmen geführt, eine längerfristige und flächendeckende Kooperation einzugehen.

Mittlerweile haben die Ikea-Häuser in Braunschweig, Großburgwedel, Kiel, Hamburg-Moorfleet, Halle, Ludwigsburg und Sindelfingen bereits Sony-Spielkonsolen installiert. Weitere Standorte sollen schnell folgen. Die „GameStations“ werden in Ausgangs- und Abholbereichen, aber auch in integrierten Restaurants oder direkt innerhalb der Möbelausstellung platziert. Ikea will damit nicht nur die typische PS2-Zielgruppe zwischen 12 und 30, sondern auch jüngere Spieler und Eltern ansprechen. Daher setzt man betont familienfreundliche Softwaretitel wie „This is Football 2004“, „Formel Eins 2003“, „My Street“ und „Jak 2: Renegade“ ein. Mit Hinblick auf das Jugendschutzgesetz folgen die Möbelhäuser damit auch einem wirtschaftlichen Erfordernis: „Härtere“ Titel würden die ständige Überwachung der Spielbereiche durch Aufsichtspersonal erfordern, das allzu jungen Spielwilligen den Zugriff verwehren müsste. An Konsolen auch in Laden- und Präsentationsbereichen dürfen Kinder nur dann spielen, wenn ihr Alter sich mit der USK-Kennzeichnung der installierten Software verträgt.

In besonders ausgestatteten Räumen platzieren die Ikea-Häuser auch EyeToy-Displays, wo sich die zwölf Spiele des „EyeToy: Play“-Pakets für kameraunterstützte Partien nutzen lassen. Mit ihren Körperbewegungen, die eine USB-Webcam erfasst, steuern die Spieler, die sich dabei selbst auf dem Bildschirm eingeblendet sehen, die Eye-Toy-Spiele.

Beobachter sehen Aktionen wie diese als Versuch, die technisch nicht mehr ganz taufrische PlayStation 2 in bislang nicht voll erschlossene Zielgruppen hineinzubringen. Jüngere Kinder und Familien sind klassischerweise die typische Domäne von Nintendo-Systemen gewesen, während die vielen als „cooler“ geltende PS2 schwerpunktmäßig Jugendliche und junge Erwachsene anspricht, die oft weniger kinderzimmertaugliche Action-Titel bevorzugen. Die Aussicht auf die fürs kommende Jahr angekündigte Xbox 2 von Microsoft, die mit deutlich leistungsfähigerer Technik aufs gleiche Segment zielt, dürfte dem Sony-Marketing zusätzlich Beine machen.
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