Möbel für das Kinderzimmer

Die Planung eines Kinderzimmers ist für Eltern eine schwierige Aufgabe. Die Einrichtung muss vielfältigen Ansprüchen genügen. Das erläutert Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef.
«Die Grundausstattung des ersten Kinderzimmers besteht aus einem Bett, einem Schrank, einem Arbeitsplatz und viel Stauraum für Spielsachen.» Fast alle Hersteller bieten mitwachsende Kindermöbel an.

In der Regel können solche Kombimöbel durch Anbauteile ergänzt und verändert werden. Kinder interessieren solche Aspekte allerdings höchstens am Rande. Für sie müssen die Möbel vor allem auch bespielbar sein. Die Fantasie der Kleinsten beflügeln Bettenmodelle wie «Rennwagen» oder «Fischerkahn». «Erlebnisbetten liegen voll im Trend», sagt Jutta Ingala, Pressereferentin beim Hersteller Hülsta in Stadtlohn. «Sie werden später gebaut, indem Zusatzteile abmontiert werden.»

Eine Platz sparende Lösung ist ein Hochbett. Unter die Liegefläche kommt ein begehbarer Kleiderschrank, eine Spielhöhle oder ein Bett für das Geschwisterchen. Ausgestattet mit Kletterseil, Rutsche und Sprossenleiter wird das Hochbett zum Turnplatz.

Für Spielsachen kann nie genug Stauraum eingeplant werden. «Sehr beliebt sind Baukastensysteme: Offene Fächer werden mit Schubfächern oder Steckkästen ausgestattet», sagt Ingala. Die Firma Paidi aus Hafenlohr (Bayern) etwa bietet mobile Kastenmöbel auf Rollen.

Eine kostengünstige Alternative sind stapelbare, stabile und kippsichere Kästen. Sie dürfen aber nicht zu schwer sein. «Die Spielsachen werden schnell ausgekippt und auch schnell wieder aufgeräumt. So sieht das Kinderzimmer für die Erwachsenen halbwegs ordentlich aus», erklärt Gunhild Reuter, Architektin und Vorstand des Bundesverbandes «Wohnen mit Kindern» in Berlin.

Auch der Kleiderschrank wird im Laufe der Jahre eine Wandlung durchmachen. Ursula Geismann empfiehlt Systemschränke, bei denen Anbauteile hinzu gekauft werden können. Zum Schulbeginn muss der Arbeitsplatz stehen. Mitwachsende Tische lassen sich ständig der Größe des Kindes anpassen und verhindern so Rückenschäden.

«Das Kinderzimmer darf auf keinen Fall völlig zugestellt werden», mahnt Architektin Reuter. Eine freie Wand für eigene Gemälde und Platz in der Raummitte für Autorennen, Puppenpartys und Baustellen bezeichnet sie als Muss. Damit das Mobiliar über Jahre multifunktional einsetzbar ist, muss es möglichst neutral gestaltet sein – Farbe ins Spiel bringen Bettwäsche, Gardinen oder Tapeten.

Am Material der Möbel scheiden sich die Geister. «Es gibt viele Eltern, die ihre Kinder so Natur belassen wie möglich aufwachsen lassen wollen. Sie entscheiden sich für Massivholz – häufig für günstiges Kiefern- oder Fichtenholz, seltener für teureres Laubholz wie Buche», erläutert Geismann. Im Laufe der Jahre wird mancher Filzstift seine Spuren hinterlassen. Da machen sich pflegeleichte Oberflächen wie Folien, Furniere und Lacke bezahlt.

Da Schränke immer wieder zu Kletterwänden werden und auch ein Aufprall mit dem Bobbycar keine Seltenheit ist, sollten Möbel auf jeden Fall standfest und robust sein. Sicherheitshalber werden Hochbett, Schrank und Regal an der Wand befestigt.

Doch bevor sich Kind und Kuscheltiere im frisch möblierten Zimmer ausbreiten, heißt es: Lüften. «Aus den neuen Möbeln müssen Gerüche und mögliche Schadstoffe ausdampfen. Am besten wird mehrere Tage für Durchzug gesorgt», rät Silvia Pleschka, Gesundheitsreferentin bei der Verbraucherinitiative in Berlin. Dann erst wird eingeräumt und die neue kleine Kinderwelt zur Eroberung freigegeben.

Möbel für das Kinderzimmer
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